Meine heimliche Liebe heißt seit Jahren Ingeborg und ich bin auch jetzt so richtig scharf auf sie. Nun ja, der Name macht sie scheinbar etwas älter. Dabei ist sie jung, sexy und energiegeladen. Im Gegensatz zu vielen anderen jungen Dingern ist sie sehr sparsam. Sie ist genau das, was ein richtiger Mann braucht! Immer wenn ich es will ackert sie selbstlos Tag und Nacht und gibt mir ihr Bestes. Ingeborg tut das, was Männer so sehr lieben: sie quatscht nicht viel, sondern hält hinterher einfach die Klappe. Ich gestehe es: ich liebe sie immer wieder heiß und innig. Männer glaubt mir: wen Ingeborg einmal in sich aufgenommen hat, macht sie ganz schön frisch. Oh Himmel, welche Wonne!

Und das Schönste: meine Frau toleriert das nicht nur, sie meint sogar, Ingeborg täte mir echt gut. Sie gibt mir als Persönlichkeit Freiheit, Raum zur Entfaltung und Platz für mich selbst. Warum kam Ingeborg nicht früher zu uns? Ach wenn nur alle so gut zu mir wären!

Aber von Zeit zu Zeit bemerke auch ich ihren Makel: Ingeborg riecht aus dem Mund. So stark, dass ich sie noch nie geküsst habe. Mach ich auch nicht, denk ich nicht mal dran! Ich steck ihr dann meist schnell so ein Bonbon in den Schlund, drücke sie kurz und drehe mich dann einfach weg. Genauso wie Nachts bei meiner Frau, dort nur eben ohne Bonbon. Nach rund zweieinhalb Stunden schon ist der Drops gelutscht und meine Ingeborg strahlt mich wieder an. Eigentlich sollte sie kurz Inge heißen. Aber da die Kohle damals nicht reichte und wir uns einen Teil geborgt hatten, heißt unsere Geschirrspülmaschine eben INGEBORG.