Liebig 14 in Berlin ist Geschichte. Nun wurde auch diese Kommune gräumt. Hat alles nichts genutzt: runder Tisch, schräge Typen, politischer Wille, selbst Geld in ordentlichem Kaufangebot führte zu nichts. Ich will es für Ungläubige noch mal wiederholen: Geld führte zu nichts. Und das in Berlin!

Der Eigentümer sagte nur: nein, will ich nicht. Er wolle sein eigenes Haus so nutzen, wie er es möchte. Meinte, das BGB gäbe ihm Recht. Dazu hat er viele Jahre vor Gerichten gestritten- und stets gewonnen. Die Polizei hat dann mit ein paar Hundertschaften dem Gerichtsvollzieher Amtshilfe geleistet und geräumt. Kosten dafür vermutlich viermal so hoch wie der Wert des ganzen Hauses. Der ist indes gesunken. Die Kommunenbürger haben darin sich den Mob nach Herzenslust austoben lassen. Ganze Treppen rausgerissen, Wände eingeschlagen u.s.w.

Eigentlich schade, diese kleinbürgerliche Nachtreterei der Bewohner. Da bekommt das Räumungsbegehren nachträglich noch eine massive Zustimmung, wenn das breite Volk nun sagt: So sind die also wirklich: erst keine Miete zahlen und dann alles kaputt machen, dann aber raus mit diesen linken Zecken.

Als Kommunenfreund hätte ich mir eine witzige und friedliche Übergabe erhobenen Hauptes gewünscht. Fast alle Effekte wären dann auch eingetreten und die Kommunenbürger wären bei guter Inszenierung die (medialen) Helden und Gewinner. So sind sie einfach nur das, was sie offensichtlich sind. Menschen mit einem Strafverfahren mehr am Hals.