Archive for März 17th, 2011

Kurztext- Dresche bezogen

Dass ein Familienknecht gelegentlich Dresche bezieht, ist nichts Neues.

Schön ist´s zu wissen, wem man seinen Rücken hinhält. Schließlich kann ja nicht jeder.

So mögen einige seine Texte und können nicht genug bekommen vom Familienknecht. Sie empfinden Lesevergnügen.

Manche meinen sogar, sie bekämen manchmal beim Lesen Kopfkino. Das schmeichelt.

Anderen wieder ist es einfach lang. Alles zu Sülz und in epischer Breite gekleckert. Lieber zackige Comedy!

Es fällt eben nicht leicht, das Leben in wenige Zeilen zu pressen. Die reinigende Wirkung der Öffnung für den Autor setzt halt nicht sofort beim ersten Buchstaben ein.

Also lest gefälligst weiter!

Oft genug bin ich wie nebenbei für die Sättigung der Kinder zuständig. Gefühlte 100 mal in der Woche nervt die gefräßige Brut: „Papa, was gibt´s zu Essen?“. Dann steh ich jedes Mal erst kurz vor dem Kollaps und dann wütend am Herd.

Ich als Mann bin doch aber für so was gar nicht gemacht! Als Krone der Schöpfung habe ich seit Tausenden Generationen eigentlich nur eine Aufgabe: jagen, jagen, jagen!

Und Überleben vielleicht noch. Das wär natürlich ´ne gute Idee. Damit mach ich also schon von mir selbst aus eins mehr, als eigentlich auf dem Zettel steht.

Aber selbst das genügt heute nicht mehr. Im Laufe der Zeit vermehrten sich die Aufgaben wie Unkraut im Garten. Kam alles von den Frauen. Das ist es!

Die geheime Weiber- Weltverschwörung!
Sie geht zurück bis auf die Schwanzlosen, die damals unzufrieden in der Höhle warteten. Die beschlossen damals, unser genetisch bedingtes Jagdfieber einzudämmen. Durch immer mehr nutzlose Arbeiten mit Herdfessel- Charakter.

Unglaublich, was heute alles von uns verlangt wird: Rasieren, Glühbirne einschrauben, Rasen mähen, Auto waschen, Müll wegbringen, mal hier festmachen…

Alles Dinge, die auch gut ohne uns gingen. Während wir jagen.

Durch Lob und Schmeichelei haben manche Männer aufgegeben und sogar einige dieser niederen Tätigkeiten als ihre ureigensten Angelegenheiten antizipiert.

Denen sei eines gesagt:

Ihr irrt, steht auf und kämpft!

Männer müssen dagegen halten- reiner Selbsterhaltungstrieb! Gemeinschaften wurden gebildet, um uns auszutauschen und schlechte Einflüsse einzudämmen. Wir tagen heute z. B. in Fitness-Clubs, Fussball-Stadien und zur allergrößten Not in Kneipen.

Unsere klügsten Wissenschaftler entwickelten wirksame, unendlich wiederholbare Gegenstrategien: Friseurtermine, Diäten, künstliche Fingernägel, DSDS, bügeln.
Aber vor allem galt eines: langfristig Wissensvorsprung schaffen!

Darum erfanden Männer das Internet. Und nutzen es auch gnadenlos. So wissen Männer heute alles über Handhabung, Aufzucht und Pflege humanoider Abkömmlinge.

Ich begann im web zu suchen, als mir ein Erzieher das mit dem Frauensystem in der KITA erklärte. Er war dort Praktikant und hatte Insiderinformationen. Da beginnen die Weibsbilder nämlich, mit ihrer geistvernebelnden „das-machen-liebe-Jungs-nicht“- Erziehung.

Was soll das? Was soll aus ihm werden? Etwa auch so ein Familienknecht?!

Wenn mein Ur-Ur-Urgroßvater (Gott hab ihn selig!) weiland an Kindserziehung dachte, so griff er zu seinem Gürtel. Die pädagogische Einwirkung auf die Haupterziehungsfläche endete erst, als er vom direkten Erfolg völlig überzeugt war. Oder der Arm müde wurde.

Heute gehen wir subtiler vor, wenn freche Bälger verortet, gezüchtigt und abgespeist werden.
Heute schlägt man nicht mehr.

Man fordert und fördert sie pädagogisch korrekt.
Auch zu diesem Behuf ernähre ich sie mit “gesundem Essen.”

Rein vegetarisch, viel Gemüse, Hirse und Grünkern. Am besten BIO!

Dafür steh ich gern am Herd. Alles zu ihrem Wohl…

Und bei der geschmacklichen Protestabwiegelung immer ranhängen: “wie Mutti das gesagt hat…”

So opponiere ich nicht gegen die Frauen und erreiche doch mein Ziel.

Denn irgendwann kommen Jungs ganz allein auf die Idee, dass zu sowas zumindest ein gegrilltes T-Bone-Steak gehört. Gern ab 800 Gramm und medium!

Dann sind sie Männer! Sie werden in den Club aufgenommen und lernen kämpfen- für unsere Sache.