Archive for März 25th, 2011

Heute waren wir wieder mal bei Dominique Hélias, dem Kinder-Chiropraktiker. Die Kiefer- Hüft- Geschichte hat sich schon prima gebessert, trotzdem hat er mit seinen Druckimpulsen einige Korrekturen und Hilfen gegeben. Nach der intensiven Arbeit am Rücken fragte er nach der Art der Schultasche.

Oh Gott, schon wieder so ein Thema! Ist dass denn wichtig? Wir hatten bei der erste Mappe  eher darauf geachtet, dass hübsche Bilder drauf sind und reichlich Reflektoren für die dunkle Jahreszeit. Sogar ein Rückenpolster war dran. Nun ist das aber schon ein paar Jahre her. Die Kids schleppen täglich jede Menge Zeug, meist passt da nichts mehr rein. Es ist ewig schwer und schön sieht das Ding schon lange nicht mehr aus. Es sollte ohnehin bald eine neue her.

Wichtig sei vor allem hoher Tragekomfort für den wachsenden Kinderrücken. Und das heißt: körpergeformte Taschen mit Tragegurten und vor allem stabilisierende HÜFTGURTE. Wenn er die Kinder ihre Gepäcke zur Schule tragen sieht, überkommt ihn als Fachmann kaltes Grausen.

Ich hatte keine Ahnung, aber an Hand eines Beispiels zeigte er w i e wichtig die richtige Wahl ist. Er empfiehlt darum eher gute Treckingrucksäcke als Schulranzen. Die „mitwachsenden“  Tragesysteme von bekannten Spezial- Ausrüstern wie TATONKA oder VAUDE seien sehr gut entwickelt. Diese Hersteller würden auch durch unabhängige Tests empfohlen. Man solle, wenn möglich, wirklich darauf achten, welche Lasten man seinen Kindern wie aufbürdet.

Zum Glück gibt es da wieder das web, in dem wir heut Abend bequem eine Vorauswahl treffen können.

Einbruch / Schadensbericht

Bei uns wurde vor einiger Zeit eingebrochen. Ist keine nette Sache, wenn man nach Hause kommt und die ganze Bude wurde von Fremden auf den Kopf gestellt. Türen aufgehebelt und rein. Reparaturen waren nötig, riesiger Ärger, Unbehaglichkeit und dann wurde das Verfahren eingestellt. Täter waren nicht zu ermitteln. Schade um unsere Erbstücke, die kann auch Geld nicht ersetzen. Auf alle Fälle waren es Doofe, konnten nicht mal lesen. Positiv bleibt: das moldawische Bruttosozialprodukt wurde unfreiwillig durch uns wahrscheinlich erheblich gesteigert.

Heute komm ich nach Hause: die Tür steht offen. Am Rahmen überall deutliche Griffspuren. Schon wieder! Heute krieg ich ihn!

Der Familienknecht hat inzwischen gut vorgesorgt. Leise gehe ich mit einem Schlagwerkzeug in der Einen und dem filmenden Handy in der anderen Hand den Spuren nach. Die sind nicht zu übersehen: überall schmierige Abdrücke. An Türen, Rahmen, dem Tisch, in der Küche an den Schränken. Die Kinderschultasche liegt ausgekippt, verdreckt und offen auf dem Küchenboden. So eine Gemeinheit! Und überall dieses Zeug. Na warte!

Da, ein Geräusch! Fließendes Wasser und Rascheln.

Kalte Wut steigt in mir hoch, fasse den Prügel fester und gehe weiter.

Hinter der Badtüre lauert der Einbrecher!

Also Überrumpelung!

Ich mache mich bereit und springe mit einem markerschütternden Schrei hinein. Die Tür fliegt krachend auf und zersplittert laut, während die Klinke eine Fliese an der Wand zerschlägt.

Von diesem Auftritt völlig geschockt steht mein Sohn wie vom Donner gerührt, zitternd am Waschbecken. Ich sehe noch, wie ihm etwas aus der Hand fällt, auf dem Boden zerbricht und die ohnehin im Bad bestehende Sauerei nur noch viel größer macht.

Er hatte Ordnungsdienst und ist sehr sorgfältig. Als alle den Klassenraum verlassen hatten, wollte er das unansehnliche Farbkissen für den Bienchenstempel seiner Lehrerin abwaschen. Nachdem er nun am Waschbecken des Klassenraumes schon ein gehöriges Unheil angerichtet hatte, wollte er es dort nicht übertreiben. Er packte es ein und nahm das Ding im Ranzen mit nach Haus.

Wer jemals versuchte, ein Stempelkissen zu waschen oder verschmierte Tinte im Haus zu entfernen, weiß, was ein Familienknecht leiden kann. Ich freu mich morgen schon auf das Geputze im Klassenraum unter den Augen und Fragen von 24 Kindern.

Aber die Handyaufnahme bleibt, die ist ein echter Brüller.