Alle Jahre zu Walpurgis flattert mein Kampfhuhn aus und macht sich nach Berlin.

Was für den prügelnden Dynamo-Fan ein ganzes Jahr lang die Dritte Halbzeit beim Fussball ist, das macht die Knechterin an einem einzigen Tag mit ihren Freundinnen mehr als wett.

Nennen wir die “Mädels” der Freundlichkeit halber “die Hennen”. Wenigstens eine muss davon später einmal etwas näher beschrieben werden. Doch zuerst muss ich mal der Herrin dienen. Stirn tupfen und Medikament in Wasser auflösen.

Sie hat sich wohl eine Erkältung zugezogen. War wohl ´ne echt harte Angelegenheit, der Kampf für die Gleichberechtigung der Drachenhühner.

Bin gespannt, wer von den durchgeknallten Vorstadthühnern im Promillerekordbereich spät Abends auf die Idee kam, die errichteten Polizeiabsperrungen am Boxhagener Platz mit freiem Oberkörper durchbrechen zu wollen…

Wenn ich an die üppige Trute denke kann ich nur sagen: arme Polizei. Und wie das ausging? Bisher kann man nur von “einigen Rangeleien” lesen. Vielleicht hat das Angebot der Hühnerbrüste ja doch nicht für ein anzeigepflichtiges, öffentliches Ärgernis gereicht.

Obwohl für eine öffentliche Erregung reichte es sicher. Vielleicht war es auch dunkel und die Herren Polizeianwärter in Kampfausrüstung einfach schon zu müde…