Irgend etwas muss der alte Mann aus Rom schon an sich haben, wenn wahre Heerscharen von Leuten nach Berlin fahren. Angeblich seinetwegen. Aus Polen rücken ganze Busstaffeln an, sogar große Radlergemeinschaften fahren von dort bis zum Ort der Messe. Im dicken Verkehr und bei dem vielen Gewirr, da ist der im Vorteil, der ein Moped hat.

Ja, so wie in Rom! Aus Italien ist nicht alles göttlich, sondern in erster Linie auch anscheinend praktisch. Zumindest mit dem Piaggio bei AutoScout24, fährt man immer gut – ob in Rom oder Berlin.

Dem gemeinen Familienknecht bleibt wieder nichts als höhere Kosten durch Umleitungen und ewig lange Standzeiten mit dem Auto in verstopften Straßen. So findet man wenigstens Gelegenheit, die so bekannte wie besondere Berliner Gastfreundlichkeit etwas näher kennen zu lernen.

Jeder routinierte Berlinfahrer kennt sich mit dem Kreisverkehr im „großen Stern“ rund herum um das Siegesdenkmal bestens aus. Auch wenn es viele Fahrspuren sind.

Auswärtige Autofahrer finden manchmal nicht so einfach den Weg um die „Goldelse“ herum. Und wenn ja, dann karjohlen sie ihre besonderen Fahrzeugkennzeichen oft quer durch mehrere Spuren zur gesuchten Ausfahrt. Was wiederum andere behindert und den Verkehr insgesamt mächtig ausbremst.

Grund und Gelegenheit ergibt sich in diesem Fall für Berliner allemal, denjenigen dann ordentlich in seiner Heimatstadt zu begrüßen.

Wie heute der Taxifahrer, der einem Münchener nach dem ausdauernden Anhupen durch die offenen Fenster zubrüllte:

„Eh du Vollpfosten, so kannste in dein Dorf fahrn- aba nisch hier!“

Der ältere Herr war ob der ihm so zuteil gewordenen besonderen Berliner Herzlichkeit anfangs schon etwas irritiert. Den stark türkischen Akzent hat er dabei sicher wohl überhört.

Auch schon toll, was Integration alles bewirken kann. Soll noch mal einer sagen, es hapere dem wackeren Berliner Droschkenführer an Sprach- oder Kulturkenntnis!

Dem würde ich aber den Weg zeigen...