Eigentlich haben wir alles, was wir so brauchen.

Gut, ein  paar Wünsche wären da noch:

eine Gehwegheizung für den Winter, ausreichend Streusalz, ein automatischer Swimmingpoolsauger oder ein Schmuckhalter, der die Tonnen des echten Goldschmucks der Knechterin aufnimmt. Das wären noch so Sachen die wir noch mitnehmen könnten. Aber sonst? Hmm ein Segeltörn entlang den Seychellen wäre auch ganz nett! ;-) Aber nun gut nicht alle Wünsche sind so einfach zu erfüllen. Aber, ich hatte auch echt keine Lust durch den Regen zu stapfen.

„Nix da“, sagte die Knechterin, „wenn verkaufsoffener Sonntag ist und alle gehen da hin, dann machen wir das auch. Also auf jetzt, Familie“.

Und es war wie immer: erst standen wir mit allen im Stau um in die große Stadt Berlin hineinzufahren. Aber dann!

…dann bogen wir mit allen gaaanz langsam in die Schleife ein, auf der alle anderen auch tuckerten um nach einem Parkplatz Ausschau zu halten.

Kurzer Ärger, dass ich nicht dieses verkorkste, vielsaufende, kleine Uhren-Auto habe, das man zur Not auch quer zur Fahrbahn stellen kann.

Aber wenn man im eigenen Wagen mit dem Kopf nicht an den Himmel stößt, ist´s auch wieder schnell gut.

Irgendwann war es dann geschafft und wir schoben uns mit dampfenden, grölenden und greinenden Menschenmassen in irgend eine fremdbestimmte Richtung durch den Einkaufstempel.

Frauen neigen dazu, an solchen Tagen all das anzusehen und anzuprobieren, was sie schon immer mal näher befühlen wollen aber am Ende doch nicht kaufen.

Kurz gesagt: die Knechterin lebte sich endlich mal wieder so richtig aus.

Und warum? Um mich zu ärgern? neiin!

Nur um mir zu zeigen, was ihr alles so unter den Baum zu legen gehört. Weiß ich doch längst, nin ja nicht von gestern.

Ein Glück, dass ich ein neues Handy habe, mit dem ich mich zum Schein ausgiebig beschäftigen konnte. Klar, dass ich mit der Handykamera alles hübsch aufgenommen habe.

Nicht, dass mich wirklich interessierte, in was die Knechterin sich so reinzwängte. Ich tat es, um es der Verkäuferin später ganz genau zeigen zu können, was ich haben will. So kann ich sie konkret in die Spur bringen und dabei jede Menge Zeit und Verzweiflung sparen.

Es lebe die Technik! Weihnachten wird nämlich viel früher entschieden.