Seit Ewigkeiten lasse ich es mir so richtig wohl sein. Ich gehe nur meinen Freuden nach und streichle dabei zärtlich an meinen Lieblingen herum…

So jedenfalls würde meine Knechterin das nennen.

Genau genommen hocke ich seit gefühlten 14 Stunden in schmerzhafter Tiefkniestellung auf dem Betonboden der Garage und denke über mein Fehlverhalten nach.

Was habe ich nur getan?! Muss ich doch, wenn ich hier so Buße tue.

Konkret gesagt putze und pflege ich mit Werkzeug und Öllappen sämtliche technischen Großgeräte der Familie.

Was man so macht: nachziehen der Muttern und Schrauben, prüfen der Elektrik und herstellen der allgemeinen Betriebsbereitschaft für das Ende der Winterzeit.

Schließlich will die Knechterin gleich beim ersten Lärchengezwitscher wieder den alljährlichen Kampf der elektrischen Freilandschere mit den Heckenbrütern bis zum blutigen Ende führen…

Da muss man schließlich gewappnet sein.

Die faule Katze macht das ja nicht, die spielt auf der Straße lieber „wild rumrennen“ und freut sich, wenn die Autos schlingern!

An manchen Geräten ist gar nicht so viel zu tun. Der Bohrhammer ging ganz schnell und die Schneefräse hat schließlich noch den verkaufsüblich industriellen Ölfilm vorzuweisen. Zum Glück, bei diesem Wetter.

Ach bitte:

Wer kauft mir das spöttische Gesicht meiner Knechterin ab, wenn sie im Bekanntenkreis über die Sinnhaftigkeit und unbedingte Notwendigkeit meiner Neuerwerbung “Schneefräse” schwadroniert?

Hilft mir da jemand?

Hallo?!