Archive for Januar, 2013

Endlich wieder Leben in der Bude!

Nun werden wirklich dicke Bretter gebohrt.

Sie sind sogar schon vernagelt, die Vorhänge gespannt und die Hütte raucht. Scheinwerfer an und los geht die Mode- Sause in der Hauptstadt.

Was haben wir nicht alle darauf gewartet! Also zumindest die, die dort in der Nähe arbeiten. Den ersten Tagesstau konnte man auf dem Tempelhofer Damm eine ganze Stunde lang genießen.

Und da waren sie dann auch, die Störche:

fast ein Dutzend hübscher Models auf dem Weg zur Fashion Week.

Die Knechterin sagt:  in viel zu kurzen, luftigen Mäntelchen und in viieel zu hohen Schuhen.

(Der Familien-Knecht dagegen sagt: das geht ja gar nicht!)

Zur Freude aller Knechte sind Hunderte, der langen, dünnen Storchenbeine wieder in der Stadt.

Endlich kommt das alles jetzt und damit eine frischere als die moderige Flughafenluft.

Schließlich war es in den letzten Wochen recht unerquicklich, sich mit dem täglich übler dastehenden Flughafen BER in Schönefeld zu beschäftigen.

Erst war doch alles so toll – Wowis Chefsache eben.

Was ging dabei eigentlich nicht schief?

- Viel zu viel um darüber zu schreiben. Allein für die dramatische Schadensaufnahme braucht der neue technische Direktor mit seinem Mitarbeiterstab fast ein ganzes Jahr.

Okay, um mal das gesamte Positive zu benennen: da ist so eine Bauhülle errichtet worden und darin leuchtet erstmal Licht. War schon bisher teurer als berechnet, ist aber auch nicht so kalt wie draußen im Wind.

Es bleibt dabei: Niemand hat die Absicht einen Flughafen zu bauen!

Endlich, nun kann sich der flüchtende Flughafenangsthase endlich wieder dem zuwenden, was er offensichtlich als einziges kann: Party machen, sich richtig feiern lassen, dann ein paar Tage genüsslich ausspannen und ja keinen Anruf zulassen.

Ja, so sehen Berliner Ihren Tanzbären!

Nur leider ist Berlin inzwischen wirklich arm an guten Fachkräften für den Bau. Die Könner nehmen hier, wie in anderen deutschen Landen, reißaus vor dem hiesigen Baurecht.

Sie schaffen lieber von Shanghai über London bis Dubai – dort aber wirklich Großes. Für die Welt und sich.

Die Hiergebliebenen tun halt was sie können: sie versauen mit aller Kraft und jeder Menge kreativer Ideen den Rest des ehemals guten Rufs der deutschen Bauindustrie.

Der Kaiser, so hörte man, hat damals nicht seine besten Beamten in den Kongo geschickt. Heute gehen die Besten allein.

Ehedem eilte ihr überaus guter Ruf den deutschen Konstrukteuren, Architekten und Handwerkern weit voraus.

Hier wurden eine Eisenbahnlinie und Werke in China gebaut, dort eine U-Bahn in Ägypten. Die Welt steht voll Denkmäler deutscher Baukunst. Sogar die Olympischen Spiele 2012 in London wurden von deutschen Planern federführend baulich vorbereitet.

Schade nur, für Deutschland selbst.

Was aus dem Transrapid in Deutschland wurde ist bekannt. Hätte Sabbel-Ede nicht etwas unübersichtlicher als sonst gefaselt, kein Mensch würde sich heute noch daran erinnern.

Über den Katastrophenbau der Kölner U- Bahn oder das unglaubliche Elend der Hamburger Elbphilharmonie muss man nicht reden. Die zucken ja noch, sind noch nicht beerdigt.

Was soll´s, warum sollte es überhaupt noch ein Gebiet geben, auf dem deutsche Ingenieure und Fachkräfte weltweit etwas Besonderes zu bieten hätten?

Aus den meisten muslimischen Ländern kam schließlich in den letzten paar Hundert Jahren auch kein wirklicher wissenschaftlicher Impuls oder keine herausragende Leistung mehr. Und die Menschen dort leben auch… Jedenfalls irgendwie.

Wer dort halt in seinem unverbesserlichen Kopf etwas anderes zu gären hat, als alte Männer aus einem alten Buch herauslesen, wird gegebenenfalls kurzerhand von diesem üblen Geschwür befreit. So bleibt alles immer hübsch beim Alten und es hat sich. Wozu Wissenschaft und Technik, wenn sich mit Schlafmohn und sonnigem Nichtstun Lebenszeiten bequem erreichen lassen?

Aber Dank der überaus großzügigen und immerfortwährenden, internationalen Hilfe bei den aktuellen arabischen “Revolutionen” wird sich dort sicher bald alles zum Besseren wenden. Ganz klar, daß das so sein muss, denn es heißt doch:

Nichts auf dieser Welt ist so gut verteilt wie die Vernunft- jeder meint genug davon zu haben.

Opa trank gern Cognac. Den hatte er in Frankreich schätzen gelernt. Dabei sagte er gelegentlich:

“Denkt dran, ich hab vorher nie geglaubt, dass ich später mal jahrelang beim Russen im Schacht schuften muss und nix zu trinken habe. Darum trinkt, wann immer ihr könnt- Prost!”

Prost Opa!

Manchmal dozierte er ein paar Gläschen später, dass sich einige prominente Trinker selbst ganz übel zugerichtet hätten. Arme Teufel.

Die hätten ihr eigenes Maß nicht erkannt und sich so ihre Gesundheit heftig ruiniert.

Bei ihm ginge das zum Glück nicht, denn er kämpfe ja immernoch darum, den jahrelangen Rückstand aufzuholen. Außerdem würde er sich viel bewegen und den Alkohol schon vor dem Trinken auf traditionelle Art mit jeder Menge geräucherten Speckstücken  praktisch “ausräuchern”.

So ginge das all die Jahre ganz gut, meinte er, und diese Lebenserfahrung müßte er unbedingt an uns Jüngere weitergeben. Man weiß ja schließlich nie, was kommt…

Andere wiederum, meinte Opa, sind dagegen regelrecht innerlich vertrocknet. Und das wäre eben auch nicht gut. Die würden furchtbar leiden unter ihrer inneren Ebbe. Wichtige Organe -vor allem die Leber- nähmen das sehr bald übel und würden sich krankhaft verändern.

Einmal eingesetzt, wäre dieser Prozeß dauerhaft und oft auch gar nicht mehr umkehrbar. Das würde man den Leuten dann auch bald ansehen.

Meist träfe das ältere Menschen. Vor allem gnatzige und grantige Frauen, die generell etwas gegen das Trinken hätten.  Deren Lebensaufgabe scheine es ja zu sein, den Männern deren eigenes Leben mit ihrem Gezeter zu versauen.

Opa war sich ganz sicher: “Leberzellulose” nennt sich das.

Wissenschaftlich bewiesen!

Ist so ´ne Art Gegenteil von einer Säuferleber. Das dauernde  innere Austrocknen verdickt das Blut und geht dann irgendwann “direkt in´n Kopp”.

Fragte einer, dann hatte er auch sofort ein paar Beispiele auf Lager:

“Die alte Waczyinski is so´n Fall, die is sich selbst ´ne Last, aber wenigstens nur für sich. Viel schlimmer is noch die olle Kummer, die läuft durch die Gegend und zetert überall laut gegen Alle und Jeden. Olle abgetakelte Fregatte!”

So guten Kontakt hatte man also früher zu seinen Mitmenschen. Und ziemlich deutlich waren damals noch die Feindbilder in der Gemeinde.

Zum Glück hatte Opa sein 40%iges Bekämpfungsmittel.

Cognac in Maßen war sein Schwert und Schild.

Und als guter Soldat seiner Zeit pflegte er seine Waffen und übte häufig mit ihnen. Er wollte eben für jeden Einsatz gut vorbereitet sein.

Tatsache soll man ja das Leben so leben, dass man zu jeder Zeit meint, alles getan zu haben, was so ging.

Obwohl, die Voraussetzungen sind ja nicht bei jedem gleich.

Wenn ich mich heute für den Reisekittel entscheide, ist ganz schnell die Kohle weg und ich muß zu Fuß nach Hause mauken. Vom Ärger mit der Knechterin mal abgesehen.

Andere hingegen werden mit dem berühmten goldenen Löffel im Mund geboren und haben großzügigere Möglichkeiten, ihr Leben zu gestalten.

Aber bloß kein Neid! Dafür hängt denen oftmals ein ganzer Sack mißgünstiger Zeitgenossen auf dem Buckel. Und so enden wie J.R. Ewing will man ja auch nicht.

Ich würde mir, als Familien-Knecht irgendwie zu Geld gekommen, erstmal mit einer gut gefüllten Kreditkarte für meine Knechterin etwas Luft verschaffen. Jawohl, so lieb hab ich sie!

Das mit der Luft ginge ganz gut, indem ich das maximale Tagesbudget hübsch weit nach unten setzte. So müßte die Knechterin praktisch tagelang dauershoppen.

Sie wäre darüber überglücklich und ich hätte jede Menge ruhige Zeit für mich gewonnen.

Dann würde ich erstmal in Ruhe nachdenken…

Bleibt noch die bohrende Frage, wie man am besten zu Geld kommt.

Vielleicht macht man es wie die Männer in Berlin und gräbt einen Tunnel in die Bank

Jedesmal zog ich die Augenbrauen hoch und schüttelte ungläubig den Kopf, wenn für neue Liebe oder andere Katastrophen im Film eine defekte Heizung herhalten mußte.

Kein Schwein glaubt doch heute noch, dass es sowas gibt.

Ich auch nicht. Bis vorletzte Woche. Kurz vor Weihnachten.

Der Knechterin war kalt. Sie fragte leicht gereizt, warum ich die Heizung abgestellt hätte. Die erneut überhöhten Gaspreise würden schließlich erst ab dem neuen Jahr gelten.

Kühl war mir auch. Ich meinte, es läge irgendwie am Verhältnis. Doch das kam eben nur dazu.

Also mußte ich auf Ursachenforschung gehen. War nicht schwer. Die Heiztherme war aus und ging auch nicht mehr an.

Es wollte der Gang der Geschichte, dass sich irgend so ein Vollpfosten 2004 eine angeblich hochmoderne FERROLI – Heizung mit modernster Brennwerttechnik aufschwatzen ließ. Die wäre eigentlich so gut wie deutsche Qualität und eben nur viel billiger…

Eine Heizung aus Italien- das ist schon mal ein Widerspruch in sich. Und “eigentlich” hätte damals sehr stutzig machen müssen!

Vollidiot, wer sich das Teil verkaufen ließ! Ich habe schon viele Geräte aus Italien gesehen, die nicht dauerhaft funktionierten und am Ende schlecht waren.

Aber hier bei uns?      Jaaa! – leider!

Der angerufene Werkskundendienst riet sofort, diese angeblich moderne Brennwerttherme zu demontieren und wegzuwerfen. Es gäbe keine Dichtungen und Ersatzteile mehr und überhaupt würde man als Werkskundendienst  Ferroli-Geräte, die älter als 5 Jahre sind nicht mehr anrühren. Man wüßte schließlich, was einen da erwarte…

Erklärt mal einem deutschen Installateur, dass eine Brennwerttherme nach so wenigen Jahren nicht mehr reparabel sei! Der kann im Schlaf ein halbes Dutzend ordentliche Thermenhersteller aufzählen, deren Geräte problemlos 15, 20 und mehr Jahre  laufen. Und Ersatzteile gibt es immer.

Nicht so bei dem Italo- Scheuß von Ferroli!

Selbst beim Hersteller in Viersen riet man von einer Reparatur ab, es würde zur Zeit keine benötigten Ersatzteile, vor allem Dichtungen, dafür geben. Ob und wann neue produziert würden, wäre absolut unklar…

Na toll, so fuhr ich um Weihnachten erst einmal los und organisierte Elektroheizungen für unsere Räume. Kost ja nix und Strom ist bekanntlich billig….

Wer heute so was erwirbt ist selbst schuld! Ich kann nach diesen Erfahrungen nur vor Ferroli warnen! Wer sich sowas kauft muss sehr, sehr verzweifelt sein.

Oder er ist ein überaus großer Freund der bekannten mittelmeerischen Laxheit mit dem Hang zu intensiver Selbstgeißelung.

Leute, wacht auf und informiert Euch!

Zum Glück hatten wir einen ordentlichen deutschen Handwerksbetrieb an unserer Seite.

Schnell, kompetent und zuverlässig.

Die wollten wirklich das Ding mit allen Mitteln in Gang bringen- schon mal aus Gründen der Handwerkerehre.

Während dessen verbarchten wir das Jahresende mit jaulenden Stromgebläsen und vor allem ohne Bad und Dusche.

Da geht man zum Jahresende besonders gern ins Konzert…

Nachdem zwischen den Jahren tagelang mit größtem Engagement wirklich alle Möglichkeiten der Reparatur und Ersatzteilbeschaffung erfolglos ausgeschöpft waren, empfahl man uns schlußendlich eine neue.

Ferroli und die sonstigen Geräte dieser Firmengruppe wurden natürlich ausgeschlossen. So einen Ärger wollte ich meiner Knechterin nicht noch einmal zumuten.

Bestellung, Lieferung und Montage in zwei Arbeitstagen.

Gerät von Remeha läuft wie geschmiert. Service top, Ersatzteile für Jahre sicher.

Also mein Tip an alle Familien-Knechte: kauft beim Handwerker Eures Vertrauens und vor allem niemals Ferroli!

Ich selbst werde es auch nie, nie wieder tun; versprochen!