Irgendwann erwischt es jeden.
Unsern Schlitzpapierkorb im Hausflur zu Neujahr.
Er wollte einen Ausflug machen.
Aber nur weil Andy Bettflucht hatte und noch um 06:30 Uhr jemanden zum gemeinsamen Endverdichten brauchte.

Ich hatte schon seit Stunden genug, die Klingel ausgestellt war am schnarchen. Wusste er aber nicht und wollte sich bemerkbar machen.

Dazu bindet der Mann, der auf seinen Ehrennamen Schwarzpulver-Andy besteht, ein paar polnische Sondereinkäufe zusammen und steckt sie funkensprühend in unseren Briefkasten.

Ich das Blechteil später auf der anderen Flurseite jenseits des großen Rußflecks. Jedenfalls das meiste, bis auf die Briefklappe. Kein schöner Anblick!

Andy war lieber noch vor dem Knall getürmt, stand aber am nächsten Tag ganz brav auf der Schwelle.

Dann hat er stundenlang mit Lappen und Eimer die Wand gesäubert. Strafe muss sein.

Später hab ich den Rechnungsschlund wieder provisorisch aufgehängt. Der war doch noch gut! Dachte ich jedenfalls.

Und was hält schon länger als ein Provisorium?

Das Teil wird aber wohl kein ewiges Provisorium bleiben.

Weil nun auch die Tür nicht mehr aufgeht, muss man nämlich alle Briefe mit spitzen Fingern herausangeln.

Männer schaffen das schon irgendwie. Mit Geduld und Spucke allemal.

Aber erklär das mal Deiner Frau, die sich gerade den zweiten Fingernagel daran ruiniert hat…