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“Echte” Grippe ist eine doofe Sache.

Wer´s mal erleben musste, weiß, wovon die Rede ist. Klar, sagt der Eine oder Andere zum Familien-Knecht: “das bißchen Grippe bringt einen Mann doch nicht um.”

Schon, schon, aber so richtig angenehm ist´s auch nicht.

Vor Jahren hatte ich zeitlich versetzt mit der Knechterin eine Grippe auszuliegen. Ausliegen im wahrsten Sinne des Wortes. Ich war zwei Tage später erkrankt als sie. Sie hatte den Vorteil, schon immer vorher zu wissen, was mir an diesem Tage denn wehtun würde.

Wenn so üble Schmerzen durch den ganzen Körper wabern, ist´s wahrlich nicht angenehm.

Man kann sich nicht mal bewegen. Nichts von wegen: ich geh mal zum Arzt und setze mich dort 3 bis 4 Stunden ins Wartezimmer.

Nix da. Man ist so fertig, dass einem nichts übrig bleibt, als die Kassenärztliche Vereinigung um einen Hausbesuch zu bitten.

Der damals irgendwann erscheinende Arzt schüttelte nur den Kopf und meinte, das müsse man einfach ausliegen, da hülfe rein gar nichts. Keine Medikamente im Nachhinein, kein Hausmittelchen. Nur Ruhe und Ausliegen.

Klasse, war ich also doppelt bestraft. Erst die Grippe und dann auch noch tagelang direkt neben der Knechterin liegen und Wünsche und Ideen kommentieren müssen.

Seit dieser Tortour geh ich jedes Jahr los und lasse mich freiwillig pieksen.Was soll ich sagen: bisher hatte ich auch keine weitere schwere Grippe. Mag Glück sein, mag an der Impfung liegen. Jeder hat da so seine Theorie.

Klar, jedes Jahr gibt es die Mahner, die vor dem angeblichen Unsinn und den Nebenwirkungen der Impfung warnen, das Quecksilber als Haltbarmacher im Impfstoff monieren oder anderweitig die Politik der Medikamentenhersteller geißeln. Und ich bin der Meinung, dass daran auch meist eine ganze Menge dran sein kann.

Ist schon mutig genug, sich gegen die finanzfetten Lobbyisten und Oberzahler der Pharmabranche zu stellen. Und dass dann auch mit festen Argumenten, bestenfalls sogar Zahlen und Studien zu unterlegen ist doppelt honorig.

Aber gibt´s mal einen realistischen Tipp, wie man echte Grippe bei täglichem Umgang mit vielen Menschen wirkungsvoll vermeiden kann?

Ich würd das auch gern ohne Impfung versuchen- wenn Aussicht auf Erfolg besteht. Dieses Jahr geh ich noch hin.

Der Kleinknecht jammert seit Tagen und trägt mit großem Engagement üble Laune vor.

Alles begann, nachdem er freiwillig in die neue Schule gewechselt war.

Er könne doch soo niemanden aus seinem Gymnasium zu sich nach Hause einladen.

(???)

Da sind seiner Meinung nach tausend Sachen, die erst mal gar nicht gehen.

Vom unbeschäftigten Rest der um meine üppige Freizeit ach so besorgten Familienbande bekommt er natürlich Recht.

Nicht nur das, sogar direkten Zuspruch.

So ginge es auf keinen Fall weiter, es müsse jetzt ein ganz ein anderer Wind hier rein… sofort!

“Ich verstehe ja…” versuche ich einen Einwand, den die Knechterin direkt im Ansatz in eine Zustimmung umzuwandeln weiß.

“Na dann ist ja alles klar”, höre ich, “fang schon mal mit den Plüschtieren an, zieh die Haken und Dübel raus und schmier die Löcher alle mit Acryl zu…”

Der ungeübte Knechtleser sollte an dieser Stelle wissen, dass sich um die ausufernde, textile Zooplage der Knechtsfamilie Legenden ranken.

Zum Beispiel die, das die Knechterin schon beim Einzug darauf bestand, dass alle ihre Lieben aus Kindertagen mit umziehen.

Sie hatte damals sehr viele Lieben. Und jeder gute Besucher brachte der kleinen Süßen damals Plüschtiere aus aller Welt mit…

Im Prinzip kamen alle Wochen neue hinzu. Große und kleine, einschließlich des dicken blitzblauen Rummelhundes vom Schießbuden-Hauptgewinn.

So zogen hier damals viele stinkalte, mottenzerfressene Gnome und schlimmeres ein. Und inzwischen kamen noch viele, viele hinzu.

Nichts, aber auch gar nichts davon durfte je in den Müll- auch wenn sie längst dort hin gehörten.

Durch Herrinnen-Definition und Ukas-di-Mufti wurde nämlich allen, sogar den krümelnden und teilamputierten Viechern, eine jeweils eigene Seele vergeben.

Mehr Familienbindung als Seele geht bekanntlich nicht. Was also sollte ich tun?

Im Laufe der Zeit gelang es mir, jeweils 20 bis 30 kleine Exemplare zu separieren und sie so dem Teilvergessen anheim fallen zu lassen.

Später fielen die dann jeweils in eigens vom Handel bereitgestellte Vakuum- Aufbewahrungsboxen. Zum Konservieren wurde mit dem Staubsauger die Luft aus diesen Tüten rausgesaugt und dann ab mit den bizarren Plastiksärgen in die hinterste Ecke der Kammer.

Wehe dem, der einmal unvorbereitet die Türe öffnet und dem plastinierten Pluto ins Auge schaut! Der bekommt einen Schreck, der wirklich Nerven zehrt.

Nun durften also mit höchstem Segen all diese Milbengrüfte in das Kabinet des Schreckens- zur Aufbewahrung für die nächste Generation.

Die Ärmsten dieser nächsten Generation, wenn die nur wüßten!

Es gilt also, die Jungs zu ihren Kameraden und damit um die Ecke zu bringen.

Juchee !

Inzwischen sind ein gutes Dutzend der 1200 x 900 großen Knittertüten hinzugekommen und noch ist kein wirkliches Ende abzusehen.

Mein geliebter Staubsauger mußte schon umziehen deswegen.

Als hätte der keine Seele.

Aber es ist ja halt nur meiner…

Der alte Gummibaum im Wohnzimmer verließ bereits mehrmals die Horizontale, um sich mit Hilfe der Katzen einmal flach zu legen.

Darum wurde sein häufigeres Begehren dieser Art auf direkte Weisung der Knechterin vom Familienknecht mittels Schnur und Hakendübel verhindert.

Das allerdings beendete nicht automatisch den Spieldrang der schnurrenden Gesellen. Die

schon-lange-nicht-mehr Mäuse-Fänger

machten sich aus meinem Geschrei und Gezeter gar nichts, wenn sie ihre Katzbalgereien mitten im tropischen Weichholzgewächs ausübten. Muss man das von den Tieren hinnehmen?

Ständig rissen die Viecher mit ihren Krallen tiefe Schlitze in die Gummibaumrinde oder knickten beim Springen die großen Blätter ab. Und die Pflanze hatte dann natürlich nichts Besseres zu tun, als auf diesen Umstand mit weißem Geklecker hinzuweisen.

Wer schon mal Gummibaumlösung aus dem Teppich waschen mußte, der weiß, wovon die Rede ist. Gott behüte, dass das Zeug auch noch einen Tag unbemerkt bleibt und aushärten kann!

So konnte es nicht weitergehen!

Die alternative Lösung war ein Kratzbaum. Das soll sie ablenken und den Spieltrieb lassen sie dann mehr an dem um die Stämme gewundenen Sisal aus, als an den Wänden und den Holzschränken. So steht es jedenfalls in der Beschreibung.

Sagt die Knechterin.

Gesagt getan. So wurde das neue Stubenmonster angeschafft.Kauf ganz einfach.

Zusammenbau ist mega- einfach und schon war das Teil zwischen Boden und Zimmerdecke

fest wie der christliche Glaube in Deutschland!

Bedauerlicher Weise erhielten die lieben Miezekätzchen genau den Platz, den ich als gepeinigter Familienknecht seit Jahren mit dem geheiligten Fernsehsessel für mich beanspruchte.

Die Entscheidung fiel mir aber ganz leicht, denn sie war ja zum Wohle der Katzen- sagte die Knechterin. Und eigentlich brauchen wir doch den großen Sessel auch gar nicht so dringend, meinte sie weiter…

Gut zu wissen, wer jetzt auf der Katzentreppe scheinbar eben mal so ganz nebenbei die Bedeutungsleiter an mir vorbei kletterte und mich links überholte.

Aber wahrlich, Katzen, denkt bei aller Freude daran, wer als Familien- Knecht der wirkliche Dosenöffner im Hause ist….

Sind ja Ferien und da kann man was mit dem Racklewack unternehmen. Immer nur zu Haus, unter der Knute der Knechterin ist ja auch nichts.

Also ging es in den Kletterpark. Wir waren schon mal dort und kannten uns aus. Ahnen konnten wir aber nicht, dass dort in den letzten Monaten unglaublich investiert wurde. Neue Klettertouren, neue Schwierigkeiten und jede Menge neuer Spaß sind dazu gekommen. Die Kleinknechte jagten mich ganz schön über die Parcours. Aber ich war ordentlich vorbereitet. Dachte ich.

Kurz vor Ablauf der Zeit freute sich der Familienknecht: schon standen wir am Ausgang und es bestand inwändig dringender Anspruch auf ein ordentliches Astbier in der nahen gastlichen Stätte.

Doch nicht mit meiner Familie. Fast am Ausgang befindet sich nämlich auch der Aufstieg zum Parcour 11. Der ist auf dem Hinweisschild mit dem Wort EXTREM wohl nur ganz und gar unzureichend beschrieben.

Schon drängten alle, ich hätte doch noch ein paar Minuten und solle mich mal nicht so haben, schließlich hätte ich doch auch sonst…

Was soll ich also sagen, um meinen guten Ruf nicht zu ruinieren schwang ich mich auf die Leiter und hangelte dem Gaudi entgegen, leider nicht meinem.

Wer kennt nicht den Effekt, der eintritt, wenn eine Familie laut rufend nach oben schaut? Im Nu gafften die Neuankömmlinge, alle Umstehenden und das Personal zu mir hoch. Sie sahen dann auch nicht gerade den jungen Reinhold Messner, sondern eher den ältlich schnaufenden Yeti im Seilgewirr.

Ich hatte mich bei der Vorbereitung wohl etwas vergriffen. An Statt Unmengen von Muskeln hatte ich versehentlich jede Menge Hüftspeckiger Schwungmasse dabei.

Die paar aktiven Muskeln fühlten sich bereits abgegriffen an und waren echt sauer nach den ersten 8 Parcours. Mein Kopf hatte sich dem roten Helm gut angepasst. Farblich zumindest.
Jetzt wenigstens ein isotonisches Erfrischungsgetränk, ein Riegel oder sonstwas, Hauptsache es hilft…

Aus allen Richtungen prasselten wohlmeinende Tips auf mich ein.

Seehr hilfreich! Und bestimmt hätte ich sie alle umgesetzt, wenn mir das Blutsausen zwischen der Hechelatmung nicht dauernd die Ohren verstopft hätte.

Gelegentlich rutschte ich von einer Wand oder Schlaufe in den Sitzgurt um baumelnd abzuhängen. Natürlich mit voller Absicht, rief ich den Aufschreienden unten zu. Nur um die schöne Aussicht…hechel, hechel.

Nach gut 20 Minuten erreichte ich den Notausstieg nach dem ersten Drittel und kletterte nach unten. Sonst wären die Schwächlinge am Boden ja nur kalt geworden…

Der Typ bei der Helmrückgabe erklärte dem Kleinknecht auf Nachfrage, das einigermaßen gute Kletterer den gesamten 11er Parcour schon locker in 9 Minuten bezwingen.

Kacke, wer wollte das denn schon wissen?

TAE Stecker gesucht

Irgendwann trifft es auch den treusorgenden Familienknecht auf die unangenehmste Weise. Wie es sich gehört natürlich auch noch zu einer Zeit, wo man so was wirklich gar nicht gebrauchen kann.

So auch bei uns. Als die Knechterin vor kurzem wieder mal den frühlingshaften Hühnerscharrkurs mit Feudel und Eimer in heimischen Gemäuern absolvierte, ersann sie eine neue Idee:

Und kaum gedacht, wollte sie es auch schon getan sein lassen. Am Liebsten wie üblich von mir und dafür aber sofort.

„Schaaatz, kannst du mir mal bitte helfen…?“ drang es wieder mal an mein Ohr.  Wer kann da schon widerstehen? Noch dazu in meiner von Schmerzen und Erwartungsangst gebeugten Position!

Um dem geneigten Leser die Haltung zu verdeutlichen: Ich war soeben dabei, aus einem mit Haaren und weiteren undefinierbar verklebten Substanzen verschmierten Siphon des Waschbeckens den verlorengeglaubten Ohrring zu befreien. Und so schnell konnte ich den eben auslaufenden Geruchsverschluss auch nicht wieder dichten.

Sie rief noch einmal drängender und dann hörte ich, wie sie in einem Raum irgendwo mit aller Kraft Möbel zu verrücken begann.

Unsere schönen Sitzmöbel schickte sie wieder einmal auf eine ihrer berüchtigten Zimmerrreisen! Als ich das wahrnahm, sprintete ich die letzten Meter und riß dabei uneingedenk des dabei auftretenden Schmerzes noch eine Türklinke ab.

So kam ich vielleicht ein klein wenig später als ich es hätte tun sollen um Schlimmeres zu verhindern. Denn soeben hörte ich etwas krachen und darauf die massiv angeschwollene Stimme meiner Knechterin, die mir mehrere ungewohnt fäkalisierte Worte entgegen rief.

Als ich dazu kam und fragte, was los sei, lehnte sie schon mit vorwurfsvollem Blick am Sofa und deutete auf eine Ecke:

“Das da- und nur weil du dauernd so trödelst. Und jetzt sieh zu, wie du das wieder hinkriegst!“

Mein Blick tastete sich durch das Wohnzimmer und konnte nur die umgerissene Stehlampe erkennen. Die war noch von Tante Ortrud und hätte eh schon auf den Müll gehört. Also hielt sich der Verlust scheinbar erst mal in Grenzen.

Aber dann kam es: sie hatte beim unkontrollierten Möbelboule die gesamten Rückwandinstallationen herausgerissen und pulverisiert. Alle Kabel, Stecker und Dosen waren nur noch ein splitternder Schatten ihres früheren Ganzseins.

Große Kacke!

Es hat mich eine gehörige Zeit gekostet, erst mal den Schaden genau aufzunehmen, um mich dann auf die Suche zu machen, nach all den Verbindungsteilen, Unterputzdosen und dem TAE Stecker. Letzlicht fand ich es dann doch noch bequem und es passte alles in ein Päckchen.

Ganze 7 Stunden Arbeit hat sie mir allein für die Montagen aufgebürdet. Dafür musste sie mir aber auch einen lecker Bratapfelkuchen backen und versprechen, so was aber auch nie, nie wieder zu tun.

Außerdem konnte ich ihr nicht garantieren, dass alle Sender im TV wieder laufen. Besonders wenn Dieter Bohlen wieder bei Blöd-TV faselt.

Tja, Strafe muss sein!