Ich gestehe es ehrlich:

Der Familien-Knecht neigt gelegentlich zum Ausbruch.

Nun, wenn man tagein, tagaus im Haushalt der Knechterin betätigt wurde, dann wird selbst dem liebenswertesten Familien-Knecht manchmal der Kragen ein wenig zu eng.

Und dann muss er  r a u s !

Nicht oft, aber dann gerne richtig!

Natürlich nur so, dass es nicht auffällt und um Himmels Willen der Knechterin nicht aufstößt.

Was könnte ich sonst im nächsten Jahr vorbringen? Dann, wenn ich wieder mal raus wollte und mir mein Zankeisen die schlimmen Entgleisungen des Vorjahres laut vorhält – wie auch schon in den 11 Monaten zuvor.

Wie auch immer: jetzt mußte es mal wieder sein!

Früher waren es Michael Jackson oder Depeche Mode.

Diesmal kam ELSTERGLANZ nach Berlin.

Wenn der Name bisher manch einem noch als Polierpaste in Erinnerung ist, bringt er nun andere Dinge zum Glänzen:

Ohren und Augen – aber wie!

Raimund hatte die Idee und besorgte Karten für ein halbes Dutzend Leute. Glück, denn es war längst ausverkauft.

Endlich war´s soweit. Im Berliner ASTRA ging die Post ab. Der Zuschauer wurde mit “Schienenersatzverkehr” geködert, durch den Boxring geleiert und vom Bundesnachrichtendienst bewertet.

G E N I A L !

Hätten die Jungs aus Eisleben nicht mal eine halbe Stunde Pause zwischendurch gemacht – es gäbe jetzt einen totgelachten Familien-Knecht zu beweinen.

Wir hatten das tatsächlich angenehme Privileg der Stehpätze. Es bewahrte uns vor völlig blau geschlagenen Schenkeln.

Irgendwann drehte sich Raimund um, wischte ein paar Tränen aus dem Auge, schüttelte den Kopf, und meinte stöhnend:

“Oh Mann- wie weit draussen sind die denn!?”

Als Familien-Knecht hob ich die Schultern und dachte:

“Irgendwo im Proxima Centauri oder Beteigeuze.”

Wahrscheinlich enden sie als Supernova und kommen als Geist des Komischen über die Welt.

Hoffentlich, die Welt hätte es nötig!

Die Jungs sind “voll auf Kleber!”

Seitdem gibt es unter den vielen Besuchern in Berlin weiter die vorherrschende Ansprache:

” L l l l -eute ! ”

Und jeder weiß, was gemeint ist, wenn es heisst:

“Junge, hier is Helmpflicht”

Viele neue Fans hat ELSTRGLANZ in Berlin mit diesem Programm ganz sicher gewonnen.  Manchmal erwischt sich sogar der Familien-Knecht beim Pfeifen der “Oberarztpolka”.

Ganz klar ist immer noch Rambo der beste Koch der Welt- mach Eier!

Elsterglanz- Verehrer nutzen eine Geheimsprache: den Mansfelder Dialekt.

Wissende erkennen sich an der wie nebenbei eingeworfenen Feststellung: “Na klar hab ich ne Eisenbahnplatte”.

Dann ist allen alles klar und es beginnt das große “Im-Kreis-Grinsen”.

Man mag ihn einfach, den tierlieben Kaltmacher.

… denn so eh kleenes Kaninchen…

Bleibt nur noch eine Liebeserklärung von mir: “Kommt mich mal schön wieder, Meiner!”