Ja, es ist Frühling, ein sehr warmer Frühling.

Und nun ist sie wieder da, die Zeit der Wunder.

In unserer Region äußert sich das so, dass alle wie wild geworden Spargel kaufen. Die halbe  Welt glaubt ja tatsächlich, die Unmengen von Beelitzer Spargel stammen wirklich alle aus der Region um Beelitz.

Die anderen können entweder denken oder haben kein Geld für Spargel.

Seriöse Berechnungen gehen davon aus, dass für die in den Verkauf gelangten Mengen an Beelitzer Spargel mehr als das halbe Land Brandenburg nur mit Spargelfeldern bestellt sein müsste.

Aber das geht ja nicht, denn die meisten Felder hierzulande werden durch den Energie-Unsinn der Quartalsirren vom Spreebogen mit Gen-Mais zugepflastert. Schließlich müssen die kapitalorientierten Gasfabriken, die sie gemeiner Weise „Biogasanlagen“ nennen, am köcheln gehalten werden.

Das sind die stinkenden Fabriken, deren Bauern den giftigen Abfall der Gasproduktion zur Grundwasserverseuchung anschließend noch auf den eigenen Feldern verklappen. Als ob es die intensiven Warnungen des Robert- Koch- Institutes gar nicht gäbe.

Ja, brav so!

„Was faseln die Klugscheißer in Berlin da auch,“ sagen sich die Bauern, „ich kann doch auf meinem Feld das Grundwasser vergiften wie ich will“!

Viel Spargel wäre mir dann doch lieber.

Obwohl, wer weiß wie lange sich die Spargelbauern noch gegen die gewinngeilen Banken zur Wehr setzen können.

Zur Zeit suchen die jeden noch so kleinen Flecken Erde unter ihre Fuchtel zu bringen. Schließlich wollen sie ja kräftig mitmischen bei der Verteilung der Anbauflächen an die meistbietenden Gasfabrikinvestoren.

Da soll sich noch einer wundern!